Langsamkeit der Fotografie

Ich lesen den Blog von Ansgar Hörsting. Er ist Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Ansgar hat am 19.Juli einen schönen Artikel geschrieben mit dem Titel “Langsamkeit”. Einen kleinen Ausschnitt will ich grad mal zitieren.
Das afrikanische Volk der Luo sagt: „Wer langsam geht, kommt weit.“ Bergsteiger wissen, dass ein bedächtiges, aber stetiges Tempo eher zum Gipfel führt als ein hohes. Unsere Zeit ist schnell. Und sie treibt uns an. Dabei dauert das Schreiben einer anspruchsvollen E-Mail genauso lange wie das eines Briefes. Nur das Versenden geht schneller.Die „slow-Bewegung“ nimmt das Tempo aus dem Leben, um Qualität zu gewinnen. Denn wenn ich immer nur hektisch agiere, um dann in der Pause in mich zusammenzusinken, bleibt irgendetwas auf der Strecke, am Ende ich selber. Es geht darum, während des Tuns ruhig zu sein, ruhig zu denken und mehr wahrzunehmen. Ich verliere nicht den Überblick.Das geht oft nicht. Die Anforderungen sind zu hoch. Die Realität fordert mich. Schnelligkeit ist auch eine Überlebensstrategie. Dennoch braucht es Kontrapunkte.Langsamer Auto fahren – das spart Nerven und Geld.Langsamer essen – das schmeckt intensiver.Langsamer sprechen – man wird mir anders zuhören.Langsamer urteilen – es wird den Beziehungen helfen.Langsamer gehen – es ist erstaunlich, was ich da alles sehe.Langsamkeit ist der Luxus unserer Tage.
Ich will das ganze mal auf die Fotografie bringen. Ich denke die Hektik hat sich auch dort weit verbreitet. Wir müssen/wollen besser werden und müssen dafür ganz schnell so viele Fotos schießen wie es nur geht. Wir sehen die Fortschritte der anderen auf Flickr, in der Fotocommunity oder bei 500px und vergleichen uns.
Es stimmt wohl, dass man nur lernt wenn man auch Fotos macht, aber müssen es immer über 200 Fotos pro Session sein? Ich denke die Hektik der Gesellschaft ist einfach allgegenwärtig und darf uns nicht kontrollieren.
Langsamer fotografieren - bewusst auslösen.
Ich denke wenn man die Langsamkeit in die eigene Fotografie bringt, wird man bewusster auf den Auslöser drücken und mehr überlegen was man eigentlich wie macht.
Bild Quelle: Slow by Frederik Wissink